free@home Smart-Home-Integration, kostenlos und Open Source

Lokale free@home-Lichter, Schaltausgänge und Rollos steuern; Taster für Szenen nutzen.
Diese eigenständige Integration nutzt ausschließlich die lokale REST- und WebSocket-API von ABB/Busch-Jaeger, ohne XMPP oder Cloud-Verbindung. Implementiert sind Schaltausgänge für Licht und andere Verbraucher, dimmbare Lichter, Rollos und Jalousien sowie Wand-/Paneltaster als Auslöser für Gladys-Szenen.
Einrichtung
Die Integration läuft in einem eigenen Linux-Docker-Container unter Gladys.
Gladys übernimmt Start, Neustart, Protokolle und Integrationstoken. Nutzer brauchen
weder macOS noch Node.js auf ihrem Rechner, ein Quellcodeverzeichnis oder .env.
Version 1.1.0 und ein öffentliches AMD64/ARM64-Image sind veröffentlicht.
In Gladys über die GitHub-Repository-URL installieren:
https://github.com/stefanbauer/gladys-freeathome. Die Store-Erkennung ist aktiviert;
die Sichtbarkeit hängt vom nächsten erfolgreichen Indexlauf und dem lokalen Cache ab.
Lokale Builds stehen separat in der Entwicklungsanleitung.
Benötigt werden Gladys ab 5.1.0 mit Docker, ein kompatibler System Access Point mit aktivierter
lokaler API, seine Adresse einschließlich http:// oder https://, der
API-Benutzername aus free@home next und dessen Passwort. Beide Zugangsdaten sind
in Gladys unter „Konfiguration“ einzugeben, als Geheimnisfelder. Sie sind vom eigenen Gladys-Integrationstoken getrennt.
Keine Zugangsdaten im Chat oder in Screenshots teilen.
Nach dem Speichern der Konfiguration erscheint der Verbindungsstatus. Der Verbindungstest liest nur die REST-Konfiguration; erst der laufende Status bestätigt auch die WebSocket-Verbindung. In „Entdeckung“ werden unterstützte Kanäle angeboten. Die gewünschten Kanäle selbst anlegen und Räumen zuweisen. Ein physischer Mehrfachaktor kann mehrere Einträge haben. Die Integration legt keine Geräte automatisch an und löscht keine vorhandenen Geräte.
Gleich benannte Kanäle desselben Geräts erhalten in der Entdeckung die API-
Kanalkennung als Zusatz, etwa Doppeltaster [ch0000] und [ch0003]. Das bedeutet
nicht oben/unten: Die REST-API liefert diese physische Zuordnung nicht; eine
Wippe kann mehrere Aktionen auf einem Kanal senden. Bereits angelegte Geräte
behalten ihre Namen und lassen sich bei Bedarf in Gladys umbenennen.
Steuerung und Taster
Seit 1.1.0: Tastaktoren (FID_TRIGGER,
0x0045) erhalten eine eigene steuerbare Funktion Press (button/push).
In der Entdeckung den Aktorkanal anlegen; ein gleich benannter Text-Sensorkanal
bleibt schreibgeschützt. Im Dashboard den Tasterknopf betätigen oder in einer Szene den
Gerätewert 1 setzen. Jeder Aufruf sendet genau einen Auslösebefehl; die
Impulsdauer bleibt in free@home eingestellt. Kein zusätzlicher AUS-Befehl und
kein Software-Timer; Kontakt- oder Torzustände werden nicht daraus abgeleitet.
Die free@home-Funktion nicht umstellen und bestehende Sensoren/Szenen nicht
löschen. Nach dem Update in Gladys neu entdecken und den Aktorkanal anlegen.
Befehle sind simuliert getestet; die Entdeckung wurde am echten Controller
geprüft, das physische Tor aber nicht betätigt.
Rolloposition und Lamellenöffnung sind 0 % geschlossen, 100 % offen. Die Lamellenregelung erscheint nur bei passenden Datenpunkten, als eigener Regler in Prozent, nicht als kalibrierter Winkel in Grad. Auf/Ab/Stopp verwendet die Aktorrückmeldung. Stopp liest vorher den Bewegungszustand: Im Stillstand wird kein Schritt ausgelöst, bei unbekanntem Zustand kein Stopp gesendet. Zwischen Abfrage und Befehl kann der Aktor allerdings selbst stoppen; ABB bietet hierfür keine atomare Operation. Positionsrückmeldungen kommen teils erst nach Fahrtende. 0 % Helligkeit schaltet über den separaten Ausschalt-Datenpunkt aus.
Für Taster zuerst den Kanal anlegen, dann im Szeneneditor Integrationen → free@home → Tasteraktion wählen. Das Tastergerät ist Pflicht, die Aktion kann für „beliebig“ leer bleiben. Verfügbar sind je nach Taster Ein/Aus, Heller/Dunkler/Dimmen stoppen sowie Auf/Ab/Stopp-Schritt auf oder ab. Zwei identische aktuelle Telegramme lösen zwei Ereignisse aus. Die Anzeige der letzten Aktion ist dagegen ein Zustand und kein zuverlässiger Tastendruck-Trigger. Tastertelegramme sind keine allgemeine Rohdaten-API für Drücken/Loslassen oder Doppelklicks. Snapshots und Initialsynchronisation lösen keine Szenen aus; während einer Unterbrechung gehen Ereignisse verloren und werden nicht nachgeholt.
Sicherheit und Entwicklungsstand
HTTP Basic verschlüsselt nicht: HTTPS mit vertrauenswürdigem Zertifikat
bevorzugen; private Zertifizierungsstellen über NODE_EXTRA_CA_CERTS einbinden.
TLS-Prüfung nicht abschalten und die Controller-API nie ins Internet freigeben.
Befehle werden nach Fehlern oder Wiederverbindung niemals automatisch wiederholt.
Ein fehlendes ACK bedeutet nicht sicher, dass ein Befehl nicht ausgeführt wurde.
Zusätzlich zu simulierten Tests wurden mit ausdrücklicher Freigabe an Firmware
3.5.3 Licht An/Aus, Rollopositionierung, Auf/Stopp, wiederholte identische
Taster-Szenenereignisse und Neustart/Wiederverbindung geprüft. Ein weiterer manueller
Test bestätigte Dimmen auf 31 % und 73 % samt Rückmeldung und Ausschalten bei 0 %.
Lamellen, die andere Tasterseite und der separate Abwärtsbefehl sind noch nicht an echter
Hardware geprüft. Gruppen, virtuelle Geräte, free@home-Szenen und weitere
Sensor-/Heizungsfunktionen gehören nicht zu diesem Umfang. Für 1.0.0 wurden
anonyme Image-Downloads, vollständige Validierung und die GitHub-URL-Installation
mit Controller-Verbindung, Entdeckung und Neustart erfolgreich geprüft.
Geräteverhalten und Grenzen der Hardwareprüfung sind gegenüber 0.1.0 unverändert.
Betrieb und Updates
Start/Stopp, Neustart, Logs und Updates erfolgen über Gladys. Der Gladys-/Docker- Host muss laufen; der Entwicklerrechner wird nicht benötigt. Für Updates die Updatefunktion verwenden, nicht deinstallieren: Eine Deinstallation in Gladys löscht auch Registrierung, Konfiguration und Geräte. Der Container erhält seine Konfiguration aus Gladys, enthält keine persönlichen Zugangsdaten und benötigt keine lokalen persistenten Dateien.
Konfigurationseinstellungen
Diese Einstellungen fragt free@home in seinem Konfigurationsbildschirm in Gladys ab.
| Einstellung | Typ | Pflichtfeld | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| Controller-Adresse | string | Ja | |
| Lokaler API-Benutzername | secret | Ja | |
| Lokales API-Passwort | secret | Ja |
So installierst du free@home in Gladys
- Öffne in Gladys Integrationen: free@home erscheint im Katalog neben den nativen Integrationen, mit einem Community-Badge.
- Klicke auf Installieren. Gladys lädt das Docker-Image (
ghcr.io/stefanbauer/gladys-freeathome:1.1.0) herunter, startet es in einer vom Kern isolierten Sandbox und erzeugt die Oberfläche der Integration (Geräte, Erkennung und Konfiguration). - Öffne den Bildschirm Konfiguration der Integration, fülle die Einstellungen aus und speichere.
- Du kannst sie auch direkt über die URL ihres Repositorys installieren: https://github.com/stefanbauer/gladys-freeathome.
free@home benötigt Gladys >=5.1.0. Der Katalog in Gladys wird stündlich aktualisiert, eine neue Version ist also spätestens eine Stunde nach ihrer Veröffentlichung verfügbar.
Du nutzt Gladys noch nicht? Es ist kostenlos und Open Source: folge der Installationsanleitung, um loszulegen.
Über externe Integrationen
free@home ist eine externe Integration: eine Community-Integration, die als Docker-Container verpackt und auf GitHub veröffentlicht wird. Gladys installiert sie mit einem Klick und führt sie in einer vom Kern isolierten Sandbox aus. Sie wird von stefanbauer veröffentlicht und gepflegt, nicht vom Gladys-Kernteam.
- Alle Integrationen durchsuchen, native und aus der Community
- Deine eigene externe Integration bauen und veröffentlichen
- Quellcode auf GitHub — Quelle dieser Dokumentation